Pflanzenschutz
Fittonie krank? Die 5 häufigsten Krankheiten
Fittonien sind pflegeleicht, doch manchmal zeigen sie braune Blätter oder schlaffe Triebe. Erfahre, welche 5 Krankheiten am häufigsten vorkommen und wie du deine Fittonie retten kannst.
Fittonien, auch bekannt als Mosaikpflanzen, begeistern mit ihren filigran geäderten Blättern. Doch selbst bei guter Pflege können Krankheiten auftreten. Häufig stecken Pflegefehler wie zu viel Wasser oder eine zu hohe Luftfeuchtigkeit dahinter. Die folgenden fünf Erkrankungen sind die häufigsten bei der Fittonie - jeweils mit Erkennungsmerkmalen und gezielten Hilfsmaßnahmen.
1. Wurzelfäule: Wenn die Wurzeln ersticken
Staunässe ist der häufigste Auslöser. Steht die Fittonie dauerhaft im nassen Substrat, faulen die Wurzeln, meist verursacht durch Pilze wie Phytophthora oder Pythium. Typische Anzeichen sind:
- Welke, schlaffe Blätter, obwohl die Erde feucht ist
- Gelbe, matschige Blätter
- Unangenehmer, modriger Geruch aus dem Topf
Sofort handeln! Nimm die Pflanze aus dem Topf, entferne alle braunen, weichen Wurzelteile und setze sie in frische, durchlässige Erde. Gieße künftig erst, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist und stelle sicher, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann.
2. Blattfleckenkrankheit: Braune Pusteln auf den Blättern
Hinter braunen oder schwarzen Flecken mit gelbem Hof steckt oft ein Pilz wie Cercospora. Die Flecken breiten sich bei anhaltender Blattnässe rasch aus und können ganze Blätter zum Absterben bringen.
- Kleine, runde, braune Punkte
- Vergrößerte Flecken mit hellem Zentrum
- Vorzeitiger Blattfall
Schneide befallene Blätter umgehend ab und entsorge sie über den Hausmüll. Gieße nur auf die Erde, nicht auf die Blätter, und sorge für eine gute Luftzirkulation, damit die Blattoberflächen schnell abtrocknen.
3. Echter Mehltau: Weißer Belag wie Puderzucker
Ein mehlig-weißer Belag auf den Blattoberseiten ist das untrügliche Zeichen für Echten Mehltau. Hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit warmen Temperaturen begünstigt den Pilz, besonders wenn Pflanzen zu dicht beieinander stehen.
- Weißer, pudriger Belag
- Verformte, eingerollte Blätter
- Wachstumsstopp
Entferne stark befallene Triebe und erhöhe den Abstand zu anderen Pflanzen. Bei leichtem Befall hilft oft eine Mischung aus 1 Teil Magermilch und 9 Teilen Wasser, alle zwei bis drei Tage aufgesprüht.
4. Grauschimmel: Pelziger Belag an Blättern und Stängeln
Grauschimmel (Botrytis cinerea) tritt vor allem bei kühlen, feuchten Bedingungen auf und ist hoch ansteckend. Er zeigt sich als grauer, pelziger Rasen auf Blättern, Stängeln oder Blüten.
- Grauer, staubiger Belag
- Weiche, faulige Stellen
- Schnelles Absterben befallener Partien
Schneide erkrankte Pflanzenteile sofort mit einer sauberen Schere ab und wirf sie in den Restmüll. Stelle die Pflanze isolierter, senke die Luftfeuchtigkeit und gieße vorübergehend nur sehr sparsam.
5. Bakterielle Blattflecken: Nass glänzende Flecken
Anders als Pilzflecken wirken diese Flecken wässrig, ölig und haben oft einen glänzenden Rand. Bakterielle Infektionen (z. B. Pseudomonas) breiten sich über Spritzwasser und verunreinigte Werkzeuge aus und lassen die Blätter rasch verfaulen.
- Nass-glänzende, unregelmäßige Flecken
- Gelber Lichthof um die Flecken
- Schleimiger, fauliger Geruch in fortgeschrittenem Stadium
Entferne befallene Blätter komplett und desinfiziere deine Schere vor und nach jedem Schnitt mit Alkohol. Gieße nur bodennah und meide jegliche Blattnässe. Da Bakterien schwer zu stoppen sind, ist konsequente Hygiene die beste Vorsorge.
Die meisten dieser Krankheiten lassen sich vermeiden, wenn du auf trockenes Substrat zwischen den Wassergaben und eine gute Belüftung achtest. Kontrolliere deine Fittonie regelmäßig auf erste Anzeichen - so kannst du früh eingreifen. Mit dem richtigen Gießrhythmus und einem luftigen Standort bleibt deine Mosaikpflanze gesund und farbenfroh.
Veröffentlicht am 18. August 2026