Saisonabschluss
Balkon reinigen und Möbel einlagern vor dem Winter
Ein Nachmittag im Oktober reicht, und im Frühling findest du alles wieder. Die Reihenfolge beim Putzen und Verstauen macht den Unterschied.
Der Oktober ist der beste Moment für den Balkonabschluss. Wenn du Balkon reinigen und Möbel einlagern an einem Nachmittag zusammen erledigst, bleibt im Frühling nur noch auspacken und angießen. Zwei Stunden Arbeit jetzt sparen dir später zwei ganze Wochenenden. Die Reihenfolge ist dabei wichtiger als das teuerste Putzmittel.
Balkon reinigen und Möbel einlagern: erst grob, dann fein
Fang immer mit dem Groben an. Laub, vertrocknete Pflanzenteile und Erdkrümel sammelst du mit Handfeger und Kehrblech ein, bevor überhaupt Wasser ins Spiel kommt. Sonst verteilst du den Dreck beim Wischen nur in alle Ecken. Räume dabei die Töpfe zur Seite und arbeite dich von der Wand zur Brüstung vor.
Erst wenn der Boden trocken abgekehrt ist, kommt die feine Runde. Ein Eimer warmes Wasser mit einem Schuss Schmierseife reicht für fast alles. Hartnäckige Ränder an Geländerfüßen und unter Blumentöpfen weichst du kurz ein und schrubbst sie mit einer Handbürste weg.
- Laub und Erde trocken abkehren
- Töpfe zur Seite räumen, Ecken ausfegen
- Belag mit warmem Seifenwasser schrubben
- Geländer und Glas getrennt putzen
- Alles trocknen lassen, bevor du einlagerst
Womit reinigst du Belag, Geländer und Glas?
Für Fliesen, Beton und WPC reicht Schmierseife. Ein Hochdruckreiniger klingt verlockend, drückt aber Wasser in die Fugen und löst mit der Zeit die Füllung heraus. Eine Wurzelbürste und etwas Geduld sind schonender und für einen Balkon völlig ausreichend.
Glas bekommst du mit lauwarmem Wasser und einem Spritzer Essig streifenfrei. Arbeite von oben nach unten und zieh das Wasser mit einem Abzieher ab, statt mit dem Lappen nachzuwischen. Metallgeländer und Scharniere bekommen nach dem Trocknen eine dünne Schicht Öl, damit sie über den Winter nicht anlaufen.
Wie lagerst du Möbel und Töpfe richtig ein?
Möbel wandern nur trocken in den Keller oder auf den Dachboden. Feuchtes Holz, das du zusammenklappst und in eine Ecke stellst, schimmert dir im Frühling entgegen. Lass Klappstühle und Tische deshalb einen Tag im Wind stehen, bevor du sie zusammenklappst.
Ton- und Keramiktöpfe sind frostempfindlich. Entleere sie, bürste die Erde aus und staple sie übereinander, am besten mit einem Stück Pappe dazwischen. Kunststofftöpfe dürfen draußen bleiben, wenn sie leer sind und keine Staunässe mehr enthalten.
- Holz trocken und mit Abstand lagern
- Polster waschen, vollständig trocknen, in einen Baumwollsack
- Tontöpfe leeren und frostfrei stapeln
- Schrauben und Verbindungen leicht einölen
Was darf draußen bleiben?
Winterharte Stauden, Gräser und die meisten Sträucher bleiben einfach stehen. Wichtig ist, dass die Kübel nicht direkt auf dem kalten Stein stehen. Stelle sie auf Holzklötze oder Füße, damit Wasser ablaufen kann und der Frost nicht von unten in die Wurzeln zieht.
Immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser, sobald es frostfrei ist. Gieße an milden Tagen morgens, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen. Ein Vlies um den Topf schützt die Wurzeln, ohne die Pflanze zu ersticken.
Empfindliche Kübelpflanzen wie Oleander (Nerium oleander) oder Zitruspflanzen (Citrus) kommen ins Treppenhaus oder an eine geschützte Hauswand. Dort ist es hell und einige Grad wärmer als auf dem offenen Balkon.
Wenn du jetzt einmal durchgehst, ist der Balkon im Frühling in einer halben Stunde wieder einsatzbereit. Ein trockener Nachmittag, ein Eimer Seifenwasser und ein trockener Lagerplatz reichen dafür völlig aus. Im März musst du dann nur noch auspacken, abspülen und die erste Saat in die Hand nehmen.
Veröffentlicht am 12. Oktober 2026