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Microgreens-Neuheiten auf der IPM 2026: Alle Highlights

Die IPM 2026 präsentiert spannende Microgreens-Neuheiten: Sorten, die schneller wachsen und geschmacklich überzeugen. Wir zeigen dir die Highlights der Messe.

Die IPM Essen 2026, die weltweit führende Messe für den Gartenbau, hat erneut spannende Neuheiten im Bereich Microgreens präsentiert. Von innovativen Anbausystemen über neue Sorten bis hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen gab es jede Menge zu entdecken. Wir waren vor Ort und zeigen dir die Highlights, die das Microgreens-Segment in den kommenden Jahren prägen werden.

Kontext: Microgreens im Aufwind

Microgreens, die jungen Keimlinge von Gemüse-, Kräuter- und Getreidepflanzen, haben sich in den letzten Jahren von einem Nischenprodukt zu einem festen Bestandteil der urbanen Ernährung entwickelt. Sie sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen und lassen sich auf kleinstem Raum anbauen, perfekt für Balkon, Fensterbank und sogar die Küchenarbeitsfläche. Die IPM 2026 hat diesen Trend aufgegriffen und eine eigene Sonderfläche für innovative Anbaukonzepte eingerichtet.

Was die Messe besonders deutlich machte: Microgreens sind längst nicht mehr nur etwas für Hobbygärtner. Immer mehr Restaurants, Kantinen und Lebensmittelhändler entdecken die kleinen Nährstoffbomben für sich. Entsprechend groß war das Interesse an skalierbaren Anbausystemen, automatisierten Bewässerungslösungen und speziell für den kommerziellen Anbau gezüchteten Sorten. Auch der Aspekt der Nachhaltigkeit zog sich wie ein roter Faden durch fast alle Präsentationen.

Deep Dive: Die spannendsten Neuheiten im Detail

Ein echtes Highlight war das modulare Anbausystem eines niederländischen Start-ups, das mit LED-Lichtleisten in drei verschiedenen Spektren arbeitet. Je nach Wachstumsphase und Pflanzenart lässt sich die Lichtfarbe per App steuern. Das System kommt ohne Erde aus und setzt auf eine biologisch abbaubare Kokosfasermatte, die nach der Ernte komplett kompostiert werden kann. Ideal für alle, die Wert auf Nachhaltigkeit legen und trotzdem nicht auf Hightech verzichten möchten.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt auch eine neue Microgreens-Mischung, die speziell für den Anbau in der dunklen Jahreszeit entwickelt wurde. Diese Sorten benötigen weniger Licht und keimen auch bei Temperaturen um 15 Grad zuverlässig. Enthalten sind unter anderem Rotkohl, Brokkoli und eine neue, milde Senfsorte, die geschmacklich an Rucola erinnert, aber weniger scharf ist. Die Mischung soll ab Herbst 2026 im Fachhandel erhältlich sein und wurde auf der IPM mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Auch beim Thema Substrate gab es interessante Entwicklungen. Ein Hersteller präsentierte Matten aus recycelten Lebensmittelresten, die nicht nur als Nährboden dienen, sondern während des Keimprozesses langsam Nährstoffe freisetzen. Das macht zusätzliches Düngen überflüssig und vereinfacht die Handhabung enorm. Ein weiterer Aussteller zeigte kompostierbare Anzuchtschalen aus Hanffasern, die nach der Ernte einfach mit den Wurzelresten in die Biotonne wandern können.

Ausblick: Wohin geht die Reise?

Die IPM 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Microgreens mehr sind als ein kurzlebiger Trend. Die Branche professionalisiert sich, und die Qualität der verfügbaren Systeme und Sorten steigt kontinuierlich. Für den heimischen Anbau wird die Technik immer zugänglicher und erschwinglicher. Besonders spannend ist die Entwicklung hin zu vollständig kompostierbaren Anbausystemen, die den ökologischen Fußabdruck weiter reduzieren und den Anbau noch nachhaltiger machen.

Veröffentlicht am 3. August 2026

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