Winterpflege

Storchschnabel im Topf überwintern: Darauf musst du achten

Dein Storchschnabel auf dem Balkon hat den Sommer über prächtig geblüht? Damit er im nächsten Jahr genauso üppig durchstartet, braucht er im Winter die richtige Pflege. Wir zeigen dir, worauf es ankommt.

Dein Storchschnabel hat den ganzen Sommer über treu geblüht und jetzt fragst du dich, wie du ihn sicher durch den Winter bringst? Keine Sorge, mit ein paar einfachen Handgriffen schaffst du das ganz entspannt. Gerade im Topf ist die richtige Überwinterung wichtig, aber keine Raketenwissenschaft. Ich zeige dir, wie du deine Pflanze fit für die kalte Jahreszeit machst - und was du lieber bleiben lässt.

Welcher Standort eignet sich zum Überwintern?

Die meisten Storchschnabel-Arten sind zwar winterhart, aber im Topf friert der Wurzelballen viel schneller durch als im Beet. Deshalb sollte dein Kübel nicht einfach draußen stehen bleiben. Ein heller, kühler Raum mit 5 bis 10 Grad ist ideal. Ein unbeheiztes Treppenhaus, der kühle Flur oder ein frostfreier Wintergarten bieten perfekte Bedingungen.

Achte darauf, dass dein Storchschnabel auch im Winterquartier ausreichend Licht bekommt, sonst vergeilen die Triebe. Ein Keller oder eine Garage mit Fenster funktioniert meist gut. Steht die Pflanze zu warm, treibt sie mitten im Winter durch und wird anfällig für Schädlinge. Lieber also etwas zu kühl als zu warm stellen.

Wie gießt du deinen Storchschnabel im Winter richtig?

Im Winterquartier verbraucht die Pflanze kaum Wasser. Gieße deshalb nur sehr sparsam - gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Eine kurze Fingerprobe alle zwei Wochen reicht völlig aus. Ist die Erde noch leicht feucht, lässt du die Kanne stehen. Staunässe ist in dieser Phase der häufigste Fehler und führt schnell zu Wurzelfäule.

Verwende zimmerwarmes Wasser und gieße direkt auf die Erde, nicht über die Blätter. Wenn die Pflanze ihr Laub abwirft, reduzierst du die Wassergabe weiter. Sobald im Februar die Tage länger werden und der Storchschnabel neu austreibt, kannst du langsam wieder etwas mehr gießen.

Solltest du den Storchschnabel vor dem Winter schneiden?

Ein Rückschnitt erleichtert die Überwinterung und sorgt für einen buschigen Neuaustrieb. Schneide alle Triebe um etwa ein Drittel bis maximal die Hälfte zurück. Benutze eine scharfe, saubere Schere, um Quetschungen zu vermeiden. Entferne außerdem verblühte Blütenstände und welke oder kranke Blätter - das mindert das Risiko von Pilzerkrankungen.

Keine Sorge, wenn deine Pflanze danach etwas kahl aussieht: Das ist völlig normal. Im Frühjahr treibt sie umso kräftiger aus. Sorten wie Geranium sanguineum oder der beliebte Geranium 'Rozanne' vertragen den Schnitt besonders gut. Nur die wintergrünen Arten lässt du weitgehend in Ruhe, hier entfernst du lediglich beschädigte Pflanzenteile.

Wie schützt du die Pflanze vor Schädlingen und Krankheiten im Winterquartier?

Im geschützten Winterstandort kann es leichter zu einem Befall mit Blattläusen oder Spinnmilben kommen, besonders wenn die Luft sehr trocken ist. Schau daher beim Gießen immer kurz auf die Blattunterseiten und in die Triebspitzen. Regelmäßiges Lüften an frostfreien Tagen senkt die Luftfeuchtigkeit und beugt Pilzkrankheiten wie Grauschimmel vor.

Entdeckst du klebrige Blätter oder feine Gespinste, isoliere die Pflanze und dusche sie vorsichtig mit lauwarmem Wasser ab. Bei starkem Befall helfen natürliche Präparate auf Neem- oder Rapsölbasis. Gelbfallen in Topfnähe fangen zudem die ersten Trauermücken ab, die sich in dauerfeuchter Erde tummeln.

Wichtig ist, dass du nicht in Panik verfällst, wenn der Storchschnabel im Winterquartier etwas lausig aussieht - das gehört dazu. Sobald im Frühjahr die Tage heller werden und du ihn wieder öfter gießt, treibt er frisch aus und verwöhnt dich bald mit neuen Blüten. Mit einem kühlen Kopf, etwas Feingefühl beim Gießen und einem beherzten Schnitt hast du die Überwinterung längst im Griff.

Veröffentlicht am 30. Juli 2026

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